SRI LANKA, die strahlend Leuchtende per Rad

 

Achtung: Sri Lanka ist meine zweite Heimat!

Seit 1978 war ich unzählige Male hier. Ich habe hier einige meiner besten Freunde und natürlich jede Menge Sympathie für Land und Leute.

Ich bin nicht wirklich objektiv; ärgere mich aber auch besonders über Gaunereien, Touristenpreise, Bürokratie und engstirniges Denken hinter einem lächelnden Gesicht.

Ich bin hier unduldsamer als in anderen Ländern.

 „This is my country!“

 

Sri Lanka ist ein wunderschönes Reiseland, ein super Einstieg für Asien, sicherer als viele Länder in Europa – sowohl von der Gesundheit, als auch der Kriminalität. Der grösste Schatz des Landes ist seine überaus freundliche und hilfsbereite Bevölkerung. Der Reisende wird überall als ein gerngesehener Gast betrachtet. Natürlich ist man weit ab vom Touristenrummel ein größeres Ereignis als in einem Strandort wie Negombo, aber selbst dort findet man viel Sympathie, Freundlichkeit, Neugierde und Respekt.

Auf nur 65000 qkm – was der Größe Bayerns entspricht – findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Ich hatte das Glück noch vor dem Bürgerkrieg, der von 1983 bis 2009 dauerte, das gesamte Land zu bereisen.

Im Norden zeigte es sich teilweise wüstenartig, selbst die vorgelagerten Inseln mit trübem, übertemperierten Wasser sind nur spärlich bewachsen. Entlang der Ostküste findet man traumhafte Küsten und Tauchgebiete. Heute (2010) liegt dort die Infrastruktur am Boden. Kaum Unterkünfte, wenig Restaurants, die Häuser ohne Türen und Dächer. Viel Zorn und Verzweiflung. Heute verderben die Berichte über den Bürgerkrieg, die mangelnde Infrastruktur und die vielen, wegen Landminen gesperrten Gebiete- noch- den richtigen Urlaubsgenuss. Bald aber werden Nilaveli, Trincomalee und Kalkudah wieder erblühen und die von ungezählten Fähren unterbrochene Küstenstraße wird ein Highlight für den hitzeerprobten und abenteuerlichen Radler sein. Das  Sri Lanka der Reisekataloge erschließt sich zwischen dem Flughafen und Negombo entlang der West- und Südwestküste. Um den Transfer nicht zu lange und damit die Reise zu teuer zu machen bleibt man möglichst dicht am Flughafen. Je weiter wir uns also vom Flughafen entfernen, desto weniger Hotels und Touristen treffen wir und um so ursprünglicher wird das Land.

Meine Lieblingsstrände ziehen sich im Süden von Hikkaduwa bis zu meinem geliebten Tangalle. Dieser Ort ist auch nach 30 Jahren noch ein Geheimtipp. Im Osten die abgelegenen Strände der Arugam Bay, Kalkudah/ Passekudah Bay und Nilaveli.

Die wahren Perlen warten dann im Mittel- und Hochgebirge. Atemberaubend schöne Landschaften mit Reisterrassen, Bambusdickichten, Bananenstauden, Gemüsefelder, einer wunderschönen Monokultur von Teeplantagen, unzähligen Wasserfällen gilt es zu entdecken. Schließlich der wahre Höhepunkt: die Besteigung des Adams Peaks (Sri Pada), der Berg, der Hindus, Buddhisten, Moslems und Christen heilig ist, und den in der Season (von ca. Dezember bis Mai ) tausende Pilger aller Religionen nachts auf beleuchteten Wegen in absolutem Frieden besteigen um einen Blick auf den riesigen Fußabdruck Buddhas, Shivas, Adams oder des heiligen Thomas- je nachdem an wen man glaubt- zu werfen.

Der Sonnenaufgang wird von tausenden von Stimmen murmelnd und rufend begrüsst. Der lange dreieckige Schatten dieses Bilderbuchberges fällt auf das Land weit unten.

Außerhalb der Season ist bei trockenem Wetter die Besteigung auch möglich, zwar nicht beleuchtet, aber den Weg findet man schon. Es ist eine vollkommen andere Stimmung den Berg ganz in Ruhe (fast) alleine zu besteigen.

Man sollte nicht zu früh losgehen. Die Zeitangaben in den Reiseführern sind stark übertrieben, sonst wartet man oben bei eisiger Kälte auf den Sonnenaufgang. Nicht vor Mitternacht  von Dalhousie aus loslaufen!

 

Touren von einer Woche bis zu mehreren Monaten sind in Sri Lanka problemlos – auch ohne Reiseveranstalter – selbst zu planen und durchzuführen.

 

Die Insel ist reich an Kultur mit vielen Orten, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden, aber oft kommt der Kick gerade im kleinen unbekannten Dorftempel.

 

 

Anreise:

Seitdem die Fähre von Rameswaran (Indien) nach Mannar (Sri Lanka) zu Beginn des Bürgerkrieges eingestellt wurde, erfolgt die Anreise praktisch nur noch über den Flughafen       Colombo.

Von Frankfurt und Zürich erreicht man Sri Lanka im Non-Stop-Flug mit Sri Lankan Airlines, im Winterhalbjahr auch mit Condor (ab Frankfurt). Meist fliegt man günstiger mit einem Stopp am Golf. Man checke die Preise von Emirates, Gulf, Etihad, Qatar und Oman Airlines. Gute Übersicht zum Beispiel über Travel IQ (www.travel-iq.com), wobei man die günstigsten Preise dann meist bei Direktbuchung über die Websides der Fluglinien erhält. Extrem wichtig  für uns Radler ist allerdings der Preis, den die Airlines für den Transport unserer Räder berechnen. Manche Fluglinien räumen uns Extragepäck ein. Für einen Asienurlaub braucht man wenig Gepäck. Wir selbst nehmen unsere Räder stets im Freigepäck (meist 20 kg, momentan Emirates 30 kg, Etihad räumt –auf Nachfrage- bei Radlern ebenfalls 30 kg ein) mit. Das Handgepäck darf auch noch einmal 7 kg wiegen. Die Kulanzgrenze bei Freigepäck liegt meist bei 3 kg; beim Handgepäck bei 1 kg. Es kommt aber immer auf die Person am Schalter an.

Wir verpacken unsere Räder nie, müssen aber meist unterschreiben, dass die Airline nicht für eventuelle Transportschäden haftbar gemacht werden darf. Große Schäden traten noch nicht auf. Ein Mitarbeiter des Münchener Flughafen versicherte uns, rollende Räder würden deutlich weniger geworfen als verpackte!

 

Ankunft, Visum:

Die Einreise nach Sri Lanka wurde im Laufe der Jahre immer unkomplizierter.

Für einen Aufenthalt bis 30 Tage reicht ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass. Das Visum gibt es bei Ankunft am Flughafen.

Wer länger als 30 Tage bleiben möchte, sollte sich schon vorher ein 90-Tage-Visum ausstellen lassen (A, CH, D 33,-€), außer er liebt es, für die Verlängerung einen Tag in Colombo in heißen Büros zu schmoren und von einer Stelle zur anderen geschickt zu werden.

Bei ca. 20 Einreisen wurde mein Gepäck noch nie bei der Einreise gecheckt. Die Ankunftshalle ist ruhig und kühl. Unbedingt bereits hier das Geld wechseln – und nicht vergessen, sich auch kleine Scheine geben zu lassen.

Verlässt man diese schöne Trutzburg, folgt der Horror: hunderte Reiseleiter und Taxifahrer suchen ihre Gäste oder Opfer. Es ist schrecklich heiß. Schnell weg von hier. Möglichst in ein Hotel oder Guest House in der Nähe.

Forget Colombo! Diesen Moloch erträgt man höchstens gut erholt. Auch Negombo gehört nicht zu meinen Lieblingsorten, ist aber okay, hat einen langen Strand, viele Guest-Houses und Hotels und liegt nur ca. 15 km vom Flughafen entfernt.

Mein Favourite für die ersten beiden Nächte ist das etwa 20 km Richtung Norden liegende Ranweli Holiday Resort in Waikkal, nur 20km vom Flughafen entfernt, was über eine hoteleigene Fähre erreicht wird, man gut zur Ruhe kommen kann und auf kleinen Touren sich an die Insel herantastet. Direkt beim Hotel bezahlt man in etwa doppelt so viel wie bei der Buchung in Deutschland (z.B. Meiers). Bungalows sind kaum teurer, aber deutlich schöner als die Zimmer.

Egal wie, der Ankunftstag ist Stress! Wartet mit der Bewertung des Landes noch ein, zwei Tage.

 

Finanzen, Währung:

Bei Einreise werden pro Person und Tag 15 USD gefordert, ein Rückreiseticket oder die entsprechende Geldmenge. Kontrolliert wurde es – bei mir – noch nie, und eine EC- oder Kreditkarte reicht auch.

Am günstigsten reist man mit Kreditkarte! Man erhält so den besten Wechselkurs.

Etliche Banken (z.B. DKB) bieten Kreditkarten an, bei denen man weltweit

für das Abheben an Geldautomaten (englisch ATM) keine Gebühren zahlen braucht. Es gibt im Land unzählige ATMs, aber längst nicht überall. Ein gewisses Quantum an Bargeld (Euro, Dollar, Franken egal) gibt Sicherheit.

Forget Reisecheques! Deren Zeit ist abgelaufen.

Auf dem Lande dauert es Stunden, um auch nur einen zu wechseln.

EC-Karten sind oft einsetzbar, aber relativ hohe Gebühren überraschen am Ende des Urlaubs. Höchstbetrag für Abhebungen (EC- und Kreditkarten momentan 20000,- SL-Rupees, was 11/09 120,- € entspricht). Wechselkurs (Nov. 2009) 1 € = 170,- SL-Rupees.

Die Sri Lanka-Rupie (SLR) ist eine sehr weiche Währung. Sie verliert von Jahr zu Jahr an Wert. 1978 gab es 7 SLR für 1 DM.

Es existiert kein Schwarzmarkt. Wer Euch etwas anderes anbietet, will Euch betrügen!

Neben Münzen gibt es Scheine von 10 bis 1000 Rupees. Auch wenn dies grad 6 € ausmacht, kann man diese auf dem Lande oft nicht wechseln, deshalb immer genügend Kleingeld behalten.

 

 

Fahrrad, Ausrüstung:

Bringt Eure eigenen Räder mit. Es gibt zwar überall Räder zu mieten, aber ungepflegte Gurken, mit denen man höchstens ein paar Meilen fahren möchte. Manche Reiseveranstalter (Lanka Sports Reizen, der Sportreiseveranstalter des Landes: www.lsr-srilanka.com), auch manche große Hotels vermieten bessere Räder. Das hat aber seinen Preis!

Man sieht auch Rennräder, aber die vielen Schlaglöcher und die interessanten, abgelegenen Strassen ohne Belag lassen uns doch eher zu robusteren Treckingrädern raten. Mountainbikes nur für reine Off-Road-Fans. Diese finden hier allerdings genügend Einsatzgebiete.

Man reist mit wenig Gepäck. Es ist immer heiß, auch nachts. Eine Regenjacke und ein Pulli (der vom Flug) für die Berge reichen. Zelt und Kocher daheim lassen, es sei denn man will ganz abgelegene Gegenden im Norden oder Osten erkunden, oder will unbedingt auf den Horton Plains schlafen. Unterkünfte und Verpflegung findet man sonst immer. Einmal nachts nach den Horton Plains fanden wir keins. In Ohiya schliefen alle! Nachdem wir in einem beliebigen Haus die Bewohner weckten, hatten wir ein Zimmer, Frühstück und neue Freunde... und viel zu erzählen.

Flickzeug, ein Schlauch, ein paar Speichen, eine Kette und eine g u t e Luftpumpe geben einem ein gutes Gefühl. Gebraucht haben wir Werkzeug noch nie. Radlwerkstätten mit fähigen Schraubern gibt es überall.

 

Strassen, Verkehr, Transport:

Das Schlechteste an diesem Land ist der Verkehr. Er sieht nicht nur gefährlich aus – er ist es! Wahrscheinlich sind in den 26 Jahren des Bürgerkrieges mehr Menschen auf den Strassen gestorben als bei Kriegshandlungen. Ganz oben auf der Hitliste stehen die total durchgedrehten Minibus-Driver. Sie überholen auch vor den unübersichtlichsten Kurven. Dass es nicht ein Hundertfaches an Verkehrsopfern kostet, liegt daran, dass jeder jederzeit mit diesen Kamikazes rechnet, nachts mit unbeleuchteten Ochsengespannen, Radlern, Fußgängern. Wer die Verkehrsszenen aus den Kintopp-Filmen a la Charlie Chaplin und Buster Keaton liebt, kommt bei einer Busfahrt vom Flughafen an die Südküste voll auf sein Kosten. Jede Minute mindestens ein Highlight und Todesangst – und das bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 – 30 km/h. In Sri Lanka hatte ich meinen einzigen Motorradunfall – mein Sohn Pascal auch.

Wer nicht direkt bei einem Unfall stirbt, hat gute Chancen, einem Lungenleiden zu erliegen. Die Lkws und Busse pusten solch immense Auspuffwolken in den vorher blauen Himmel, dass wir bei mancher Bergtour mehr Russpartikel inhalierten als bei einem ganzjährigen Sitzplatz-Abo an Münchens Mittlerem Ring.

Sollte bis hierhin noch jemand weiter lesen, kommt nun die Entwarnung: Es wird trotzdem ein Traumurlaub. Vermeidet die größten Strassen. Das sind auch nicht so viele. Negombo – Colombo – Galle; Colombo – Kandy, die großen Städte incl. Randbezirke. Der Rest ist super. Kauft eine gute Karte. Sucht kleine Strassen und genießt den Rest. Und zur Not die Räder auch mal mit dem Zug oder Bus mitnehmen. Geht nicht immer – aber meistens.

Die Zugfahrten sind für Eisenbahnfreaks das Größte. Wahrscheinlich ist seit dem Abzug der Engländer kein Meter neue Zugstrasse verlegt worden. Die Fahrt mit der Bahn von Colombo  über Kandy bis Badulla ist ein absoluter Traum. 1. und 2. Klasse ist nur für Spießer erlaubt. Wir fahren in der 3. Klasse, sitzen in der Tür, lassen uns den Fahrtwind um die Nasen wehen und kaufen an jedem Bahnhof die Leckereien, die uns die fliegenden Händler anpreisen.

Die acht Stunden Zugfahrt haben schon ihren Preis. Es kann schon 2 – 3 € kosten – die landschaftlichen Highlights des ganzen Landes inklusive.

Busse erreichen auch den kleinsten Weiler und nehmen meist auch Räder mit.

Die Strassen sind okay, manche gut, manche Schlagloch übersät, aber wir sind in Asien. Sie sind absolut okay für einen Abenteuerurlaub.

Eine besondere Art des Reisens, die zumindest an Dekadenz grenzt (aber manchmal wunderschön sein kann): Man mietet sich einen Kleinbus mit Fahrer. Der Fahrer  transportiert das Gepäck, steht an vorher ausgemachten Punkten mit Verpflegung, organisiert die Unterkunft und nimmt uns auf, wenn die Kräfte nicht mehr reichen oder eine Panne auftritt. Preis pro Tag ca. 50,-€  bzw.  0,25 € pro km, wobei man die Rückfahrt des Fahrers auch bezahlt. Man hat so einen tollen Reisemanager, der auch noch als Reiseführer zur Verfügung steht.

 

 

 

Gesundheit:

 

Wer das erste Mal nach Asien reist holt sich fast unausweichlich irgendwann eine Durchfallerkrankung. Ungewohnte Keimflora und andere Speisen und Gewürze führen dazu. Mit geeigneten Mitteln bekommt man die Erkrankung schnell in den Griff. Impfung gegen Hepatitis A und B sowie Typhus sind – wie für viele andere Länder auch – empfohlen.

Malaria ist momentan – besonders in den touristisch erschlossenen Gebieten kein ganz großes Problem. Ein Stand- by- Präparat ist aber auf alle Fälle zu empfehlen. Da sich die Situation laufend ändert sollte kurz vor der Reise ein Tropenmediziner befragt werden oder eine der folgenden Seiten besucht werden.

www.gesundes-reisen.de  (Seite des Tropenmedizinischen Institutes in Hamburg. Hier auch (kostenpflichtige) kompetente telefonische Beratung: 0900 1234999

Sehr gut auch die Seite der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin www.dtg.org. Auch sehr gut - auch kostenpflichtig – die med. Beratung zu Impfungen und Malaria unter: www.tropenmedizin.de.

Auf einen guten Mückenschutz sollte geachtet werden. Sehr gut und angenehm riechend Citronella, das in jeder Apotheke in Sri Lanka erhältlich ist. Unser gutes, altes Autan und ähnliche Mittel wirken aber auch.

 

Die staatlichen Krankenhäuser sind ein Alptraum und erinnern ans Mittelalter. In Colombo und Kandy gibt es aber gute Privatkliniken.

 

 

 

Geografie:

Sri Lanka liegt wie eine Träne vor der Südspitze Indiens, knapp nördlich des Äquators. Von Indien ist Sri Lanka nur durch die flache, schmale Palkstraße (auch Adams Bridge genannt) getrennt.

 

Bis zum Beginn des Bürgerkrieges verkehrte eine Fähre von Rameswaram (Indien) nach Talaimannar (Sri Lanka). Von Plänen in naher Zukunft die Fährenverbindung wieder aufzunehmen ist zur Zeit nichts bekannt.

Trotz der geringen Größe von nur 65000 qkm, Länge von Norden nach Süden 445 km, größte Breite (Ost-West) 225 km, weist das Land verschiedene Landschafts- und Klimazonen auf.

90% des Tourismus spielt sich an der tropisch feucht-heißen Südküste ab. Der äußerste Norden mit der Halbinsel Jaffna ist z.T. wüstenähnlich. Die Tieflandebene im Osten und Norden ist savannenähnlich meist trocken – heiß, wird aber schon seit 2000 Jahren durch künstliche Bewässerung fruchtbar gemacht.

 

Das zentrale Hochland im südlichen Zentrum ist das Herz des Landes mit viel Niederschlag und dementsprechend vielen Wasserläufen und Wasserfällen. Der höchste Berg ist mit 2524 m der wenig spektakuläre Pidurutalagala, den man früher an einem Vormittag von Nuwara Eliya bestieg und zum Luch wieder zurück war. Heute sitzt hier das Militär, und man darf nur mit Sondererlaubnis hoch (nicht nötig). Lange Zeit galt der perfekt geformte und hoch aufsteigende Adams Peak oder Sri Pada als die höchste Erhebung. Diesen sollte man allerdings unbedingt (nachts) besteigen. Ein Sprichwort der Ceylonesen: Wer den Adams Peak nicht besteigt ist bescheuert, wer ihn mehr als einmal besteigt ist noch bescheuerter.

Ich war drei Mal oben......

 

Klima:

Durch seine Lage so dicht am Äquator besitzt das Land ein  tropisches Klima. Die Durchschnitttemperatur liegt bei knapp unter 30°C. Hierdurch sind auch die Wassertemperatur ganzjährig bei ca. 28°C. Im Südwesten herrscht eher feuchtwarmes Klima, im Osten und Norden trocken – heißes. Je höher man kommt um so moderater werden  die Temperaturen. Aus diesem Grund errichteten die Engländer auch Nuwara Eliya auf fast 1900 m Höhe. Hier kann es abends recht kühl werden. Es gibt auch alle paar Jahre mal Bodenfrost – allerdings nur in sternenklaren Nächten. Schnee gibt es keinen – hier irrt Wikipedia!

 

Das Land hat zwei Monsunzeiten. Der Südwestmonsun bringt dem Südwesten und dem Bergland Regenfälle zwischen April und Oktober, der wesentlich weniger ergiebige Nordostmonsun beschert der Nordost – und Ostküste Regenfälle von Oktober bis Januar. Durch den Klimawandel kommt es aber auch hier zu Änderungen. Mal kommt der Monsun verspätet oder gar nicht. Mal hört er nicht auf.

Eine Seite der Insel hat normalerweise  jedenfalls immer gutes Wetter. Wir radeln allerdings  auch  gerne im Regen. Dann sind die Temperaturen erträglicher.

 „Liebling komm, das Wetter ist grad gut. Es regnet!“

 

Flora und Fauna:

Fast alle ursprünglichen tropischen Regenwälder wurden abgeholzt und diese Flächen werden nun landwirtschaftlich genutzt. Allein der Sinharaja Forest (Weltkulturerbe seit 1988 mit immenser Artenvielfalt) blieb weitgehend unangetastet, wird wenig besucht und sollte -  möglichst mit Führer – erkundet werden. Wenn bloß die Blutegel nicht wären.....

 

Auch der ehemals das gesamte Hochland bedeckende Bergwald wurde erst dem Kaffee, dann dem Tee geopfert. Reste sind noch auf den Horton Plains zu bewundern. Ein absoluter Must Do!

 

Affen, Warane, Flughunde sieht man auch häufig außerhalb der riesigen Wildparks. Elefanten, Büffel, Krokodile, Axishirsche in den Parks – Leoparden eigentlich gar nicht.

Allerdings trifft man auf den Radtouren immer mal wieder auf Arbeitselefanten, auch wenn sie seltener werden.

 

An vielen Stellen des Landes können viele Vogelarten beobachtet werden, weshalb Sri Lanka besonders bei englischen Birdwatchers beliebt ist.

 

Kulturpflanzen sind die Kokospalme, Reis, Tee auch Kautschuk, zudem werden viele Gewürzpflanzen kultiviert. Diese sollten ruhig in einem der vielen Spice Gardens oder in den botanischen Gärten von Hakagala (bei Nuwara Eliya) oder Peradeniya (bei Kandy) angeschaut werden. Bloß nichts einkaufen in den Spice Gardens. Alles kostet ein Vielfaches des Preises auf den Märkten, und auch wenn es immer wieder versichert wird ist die Qualität mitnichten besser. Typische Touri-Fallen!

 

Bevölkerung, Spannung, Bürgerkrieg

Von der ursprünglichen Bevölkerung den Veddas leben nur noch einige wenige in abgelegenen Gebieten. Vor etwa 2500 Jahren drangen Singhalesen von Nordwestindiens ein, während die Tamilen erst einige hundert Jahre später aus Südindien einwanderten. Im 19.     Jahrhundert holten die Engländer für ihre Plantagen arme Arbeiter aus dem südindischen Tamil Nadu. Diese indischen Tamilen erhalten auch nach mehr als 100 Jahren keine srilankische Staatsbürgerschaft, und immer wieder werden eine Anzahl in das ihnen vollkommen unbekannte Indien „abgeschoben“. Tamilen und indische Tamilen haben kaum Beziehungen untereinander.

Letztere arbeiten hauptsächlich in den Teeplantagen im Bergland. Neben etwa 75% meist buddhistischen Singhalesen und etwa 20% hinduistischen und christlichen Tamilen, gibt es etwa 3% moslemische Moors und 1% Burghers aus Mischehen mit Weißen.

 

Seit fast 2000 Jahren schon währt der Kampf zwischen Tamilen und Singhalesen. Immer wieder führten sie erbitterte Kriege. Dazwischen gab es aber auch immer wieder Zeiten der friedlichen Koexistenz.

Die letzten Kolonialherren- die Engländer- handelten nach dem Prinzip: Herrsche und teile.

Sie bevorzugten die Tamilen in Ausbildung und Gesundheitswesen und diese Minorität half der Kolonialmacht die Majorität zu beherrschen.

Nach der Unabhängigkeit waren fast alle wichtigen Positionen in Besitz von Tamilen. Dies ließen sich die Singhalesen nicht lange bieten und ersetzten die wesentlich besser ausgebildeten Tamilen mit schlechter ausgebildeten  Singhalesen, was natürlich die Tamilen erboste.

 

Die Singhalesen wollten das Tamil als Landessprache abschaffen. Tamil und Singhalesisch sind kaum miteinander kaum verwandt und besitzen beide ein eigenes Alphabet.

In den Tamilengebieten waren fast alle Polizisten Singhalesen und Horrorgeschichten (mal wahr, mal unwahr) machten die Runde und verschärften die Spannung. Falken fraßen die Tauben.

 

Als ich blauäugig 1978 auf die Jaffna-Halbinsel reiste wurde ich von vielen tamilischen Jugendlichen gefragt, ob ich als Deutscher ihnen nicht Waffen schicken könne. Hier gäbe es bald Krieg. Ich nahm es nicht sehr ernst.

 

1983 war es dann so weit. Nach einem Anschlag aufs Militär mit toten singhalesischen Soldaten werden vom singhalesischen Mob tausende Tamilen ermordet. Die Tamil Tigers (LTTE) vernichten moderatere Vertreter ihrer Volksgruppe und erobern immer größere Teile im Norden und im Osten Sri Lankas. Die Vernunft bleibt auf beiden Seiten auf der Strecke. Auch der Klerus der Buddhisten gehört zu den Kriegstreibern.

 

Wider Erwarten endet der Bürgerkrieg durch Hilfe der Chinesen mit einer Vernichtung der LTTE und Erschießung ihres Führers Prabhakaran im August 2009. Die Zahl der Todesopfer dieses Krieges liegt bei ca. 100000. Der Aufbau der Infrastruktur im Osten und besonders im Norden wird Jahre dauern.

Auch wenn es jetzt zynisch klingt: im Allgemeinen verstehen sich außerhalb der Kriegsgebiete die Bevölkerungsgruppen meist sehr gut.  Ich habe Freunde aus allen Volksgruppen, und diese verstehen sich auch untereinander bestens. Hindus und Buddhisten feiern das Ende des Ramadan. Muslime feiern Weihnachten. Jesus und Buddha stehen im Hindutempel und alle feiern das buddhistische Neujahr.

 

Gefahren und Risiken:

Die Kriminalitätsquote ist sehr gering. Kleinere Gaunereien und Diebstähle am Strand kommen vor. Normale Vorsicht reicht aus.

Gerade in den Touristengebieten versuchen Schlepper Euch in Guest Houses, Restaurants oder Geschäfte zu schleusen um eine Provision zu erhalten. Auch Schnorrereien und kleine Betrügereien kommen vor. Faustregel: Wer Euch anspricht, will was aus Euch herauspressen. Vorsicht!

Wen Ihr ansprecht dem könnt Ihr vertrauen.

 

Im Bürgerkrieg kamen kaum Touristen zu schaden. Zu groß war die Angst vor negativer Public-Relation. Außerdem verdienten auch die Tigers gut am Tourismus.

 

Eine Gefahr stellen die Landminen im früheren Kriegsgebiet dar. Einheimische sagen Euch vor Ort wo Ihr Euch bewegen könnt und wo eher nicht.

 

Unterkunft und Verpflegung:

Es lohnt sich im allgemeinen nicht Zelt und/oder Kocher nach Sri Lanka mitzunehmen. Saubere Zimmer – meist mit Dusche – gibt es für wenige Euro. Natürlich sind nach oben auch alle Grenzen offen. Wir zahlen meist 10 – 20 Euro pro Nacht für ein wirklich schönes Doppelzimmer mit Frühstück in schöner Lage am Strand oder in den Bergen.                          Es geht viel billiger, aber auch viel teurer.

 

Am ceylonesischen Essen scheiden sich die Geister. Ich liebe es und koche es auch daheim. Die Küche zählt zu den schärfsten der Welt. Am besten daheim üben. Erst gewöhnt man sich daran, später wird man süchtig. Es nennt sich Rice und Curry, was übersetzt Reis mit Sauce bedeutet. Selbst in den billigsten Restaurants gibt es so viel Reis wie man will mit etwa 3-4 kleinen Gemüsegerichten. Dafür zahlt man etwa 50 Cent. Es kann aber auch aus 15 Currys und Reis bestehen mit Rind, Huhn, Fisch, div. Gemüse etc. Dann ist es je nach Umgebung entsprechend teurer. Oft sind die billigsten Restaurants die authentischsten und besten.

 

Schlecht wird es häufig, wenn für den Westler gekocht wird. Das geht oft in die Hose, aber es gibt auch etliche gute westliche Restaurants. Und Chinesen und Pizzerias und, und, und…

 

Frühstuck besteht meist aus Toast, Butter, Marmelade, Ei (Spiegel-, Rühr-, gekocht oder Omelette) und Früchten.

Die Einheimischen essen schon morgens warm und scharf z.B. Hoppers oder String Hoppers, diese sehen aus wie dünne verbackene Spaghettis und werden mit scharfen Currys serviert.

 

Für Fischliebhaber: Direkt bei den Fischern einen guten, großen Fisch kaufen. Der kostet nur ein paar Dollars. Jedes Restaurant und Guest House bereitet ihn für eine geringe Gebühr zu, wenn man Getränke und Beilagen dort bestellt.

 

Natürlich finden wir alle bekannten Getränke wie Cola, Pepsi, Sprite und Tonic. Dazu einheimische meist krachsüße Limonaden und Wasser mit und ohne.

Spezialitäten sind Lime-Soda (also Limonensaft mit Soda), div. andere Fruchtsäfte, Lassies und Milk-Shakes.Die Qualitäten variieren ganz erheblich.

 

Der Ceylon Tee ist der beste Tee der Welt! Also bekommt man allenthalben Spitzentee zu trinken. Dachte ich auch! Weit gefehlt! Außer in den Rest Houses und guten Lokalen gibt es den schlechtesten Tee der Welt zu trinken. Tea Dust (ja das Zeug, was auch in den Teebeuteln steckt) wird wieder und wieder mit Wasser überschüttet. Dieses Getränk wird mit Unmengen Milch (aus Milchpulver) und Zucker gemischt. Einfach gräuslich! Da ist manchmal der Kaffee besser – aber auch dieser leider nur zu oft Nescafe.

 

Mit den Alkoholika sieht es deutlich besser aus. Das einheimische Bier ist gut bis sehr gut. Der Schnaps aus Reis oder Palmwein gebrannt ist es zumindest bei den mittleren bis teuren Marken auch. Er nennt sich Arrack. Der Grundstoff hierfür – der Palmwein oder Toddy – ist der Saft, der aus der abgeschnittenen Blüte der Kokosnuss tropft und in Tonschalen sofort anfängt zu gären. Es kostet einige Überwindung diesen Toddy zu sich zu nehmen. Er schmeckt wie schon einmal getrunken. Nach vielen Tagen intensiver Selbstversuche meinte ich, zur Not dieses Getränk ertragen zu können. Dann ist der Urlaub vorbei. Und dummerweise fing ich beim nächsten Besuch wieder bei Null an und  resignierte....

 

Arrack, das Destillat des Toddy wird in Fässern gereift und schmeckt ein wenig wie Cognac (zumindest der gute, der schlechte „Special Arrack“ wie Spiritus). Man kann ihn pur trinken, mit Cola, Sprite, Passion Juice oder Fruchtsalat.

 

Eine Besonderheit in Sri Lanka sind die Rest Houses. Sie dienten früher als Unterkünfte für die umherreisenden Kolonialbeamten. Sie stehen oft an den schönsten Stellen des Landes, sind im Kolonialstil gehalten und sind nun staatlich. Früher waren die Preise sehr moderat, mittlerweile leider eher zu teuer für die Qualität. Allerdings gibt es hier in stilvoller Umgebung oft sehr guten Rice& Curry, Tee und Bier. Die Angestellten arbeiten aber wie andere Staatsangestellte- eher langsam….

 

Kultur:

Über das ganze Land sind tausende von Tempeln, Statuen und anderen Kulturdenkmälern verteilt. Die berühmtesten befinden sich im – so genannten – Cultural Triangle. Anurahapura (Gründung ca. 400 vor Christus) und Polonnaruwa (gegründet ca. 1070) sind die ältesten singhalesischen Königsstätte.

 

Auf großer Fläche sind hunderte von Gebäuden und Statuen ausgegraben und restauriert worden. Ideal mit dem Fahrrad zu erkunden. Auch der bombastische Felsen von Sigiriya, wo ein König, der seinen Vater ermordet hatte aus Angst vor seinem Bruder seine Hauptstadt auf diesem Monolithen errichtete. Mein absoluter Favorit! Ganz früh morgens dort sein. So entgeht man den Touristenströmen, die ab ca. 10.00 Uhr ankommen.

 

Der Eintritt für das Cultural Triangle ist für Ausländer happig. Bei einem Gehalt von etwa 30,-€ z.B. für einen Lehrer und noch weniger für Arbeiter verstehe ich es, daß die Einheimischen nur einen Bruchteil davon bezahlen. Es wäre doch schrecklich, wenn die Einheimischen sich den Besuch ihrer eigenen Kulturstätten nicht leisten könnte. Dies Preissystem findet man auch bei anderen touristischen Highlights. In Restaurants ist dies nicht erlaubt, kommt aber bei einigen schon vor. Bei Verdacht einfach in die Karte von einheimischen Gärten schauen, und wenn man den Betrug bemerkt die Local Card verlangen oder die Lokalität verlassen. Auch, wenn es schwer fällt: lächeln!

 

Verhalten:

In vielen Ländern Asiens verliert man leicht „sein Gesicht“, wenn man starke Emotionen zeigt. Nicht nur Zorn und Aggressivität, auch Liebesbekundungen, Trauer und lautes Lachen gehören sich nicht.

 

Viel Wert wird besonders auf eine angemessene Bekleidung gelegt. Auf dem Rad und am Strand ist die kurze Hose toleriert, aber bitte nicht so – womöglich noch mit nacktem Oberkörper – durch die Stadt gehen. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie ordentlich und adrett gekleidet die Sri Lankaner auch nach einem Arbeitstag noch ausgehen. Ich schaffe es nie. Aber man sollte sich wenigstens Mühe geben.

 

Topless baden ist eine Verachtung der Kultur unserer Gastgeber. Es wird kaum jemand zur Ordnung gerufen. Sie lächeln. Wenn die Person nicht mehr in Hörweite ist kommt doch der Kommentar: „ Second Class People“.

Lächeln hat nicht den Stellenwert wie bei uns. Es dient eher dazu die eigenen Emotionen zu verbergen (Gesicht wahren). Man sollte es z.B. bei Beschwerden ebenso halten. Lächeln, und freundlich aber bestimmt erklären, was einem missfällt.

 

Die Kultur des Schlangestehen (von den Briten erlernt) verfällt gerade, kommt aber noch an Bushaltestellen und in öffentlichen Gebäuden vor.

 

Selbst bei Regierungsempfängen wird mit der Hand gegessen. Ceylonesen schwören nur so schmeckt ein Rice& Curry. Streng nur mit der rechten Hand- die linke ist für die Toilette. Deshalb auch nie die linke Hand reichen.

 

Dagegen liest man seit 100 Jahren in jedem Reiseführer man dürfe Kinder nie am Kopf berühren. Dort sitze der Geist. Ein totaler Schmarrn. Jeder tätschelte meinen Kindern den Kopf. Eine Übersetzung der Regel führt zu Erstaunen und Heiterkeit.

 

Eine verwirrende  Geste ist das Kopfschüteln. Nein es ist kein Schütteln sondern ein Wiegen des Kopfes und gilt als Zustimmung.

 

Es wird sehr begeistert zur Kenntnis genommen, wenn der Gast sich bemüht wenigstens einige wenige Worte in Singhalesisch zu sprechen.

 

Touren/Sehenswürdigkeiten:

Nun kommen wir zum schönsten Teil! Welche Strecke soll ich nehmen Wo ist es schön? Eigentlich ist es überall gleich schön! Besonders im Südwesten! Und in den Bergen! Und an den Stränden der Ostküste! Und für Kulturbeflissende ein Muß das Cultural Triangle (Anuradhapura, Polonnaruwa, Singiriya, Dambulla und Mihintale)!

Machen wir es uns einfacher. Was würde ich auslassen?

War es doch damals noch so schön bei meinem ersten Aufenthalt in Asien. Die Fahrt vom Flughafen in die Hauptstadt Colombo. Ich verliebte mich sofort in die Insel. Tropische Pflanzen, Kokospalmen, pittoreske Dörfer, freundliche Leute, Ruhe und dann diese fast noch koloniale Stadt Colombo mit wenig Verkehr, allen Düften des Orients, viel Grün....

Das war einmal. Letztes Jahr lief ich auf genau dieser Strecke einen Marathon.. Es war wohl mein Schrecklichster. Kein freies Grundstück mehr, fürchterlicher, gefährlicher Verkehr, Krach, Hitze, Gestank.

Die Stadt Colombo – ein Alptraum für mich!!! Tagsüber kann es schon mal zwei Stunden dauern um mit dem Auto quer durch die Stadt zu kommen.

 

Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin (eigentlich auch sonst) vermeide ich neben Colombo die A3 vom Flughafen nach Colombo. Die A2 von Colombo entlang der Westküste mindestens bis hinter Kalutara.

 

Danach ist die A2 (eigentlich) eine wunderschöne Straße, die immer wieder den Blick auf z.T. unberührte Strände Preis gibt und auch einige der bekannten Ferienorte, wie Bentota, Hikkaduwa, Galle und Unawatuna laden zu Rast und zum Baden ein. Wenn nur der Verkehr nicht wäre!

Ähnlich verhält es sich mit der A1 von Colombo nach Kandy. Auch sie mutierte von der Traum- zur Alptraumstraße.

Ansonsten gibt es viel Verkehr um Colombo und um Kandy. Der Rest des Landes ist ziemlich gut mir dem Rad zu erkunden, je kleiner die Straßen desto schöner. Das heißt unbedingt eine gute Karte besser zwei verschiedene von daheim mitbringen. Die in Sri Lanka erhältlichen sind nicht billiger aber noch schlechter. Hier sind wir beim Thema: Es gibt keine wirklich gute Straßenkarte von Sri Lanka und auch Google Earth hilft überhaupt nicht weiter. Noch am besten Sri Lanka 1:400 000 Autokarte und Sri Lanka 1:500 000 Reise Know-how.

 

Mit Fahrrad und Bus erreichen wir aber auch das kleinste Dorf. Man bekommt ein Auge dafür, wen man nach dem Weg fragen kann. Ein Problem – wie so oft in Asien -  der Befragte möchte eine Antwort geben, auch wenn er nicht richtig verstanden hat oder gar nichts weiß. Sagt er nach rechts kann es stimmen – oder auch nicht. Geben wir die Richtung noch vor ist es für ihn noch einfacher. Weiß er es nicht sagt er stets ja. Also immer in die garantiert falsche Richtung zeigen. Sagt er dann nein  nicht nach links, sondern nach rechts wird es am ehesten  stimmen.

 

Unsere Vorstellungen von den Tropen werden am besten vom Südwesten und den Bergen bedient. Reisterrassen, Palmen, Wasserfälle, Büffel, Schmetterlinge. Alles dampft. Ein brodelndes Tier – und Pflanzenleben. Es ist schön sich einfach treiben zu lassen. Am Ende des Tages haben wir jede Menge Fliegen zwischen den Zähnen und Krämpfe in der Wangenmuskulatur, weil jeder aber auch wirklich jeder ruft „Hallo“ mit einem so netten Smile. Da können und  wollen wir ja nicht unfreundlich erscheinen.

Wir lassen uns auch nicht nerven vom unablässigen: „Gimmi a pen! Gimmi a rupee! Gimmi a toffee! Sie meinen es nicht so, wollen nur ihre Englischkenntnisse ausprobieren….

 

Getränke und Speisen bekommen wir unglaublich billig auch im kleinsten Ort. Sehr gut ist der Saft der jungen Kokosnuss, den man überall bekommt. Hat nichts mit dem Saft der reifen Kokosnuss zu tun, die wir vom Weihnachtsmarkt kennen.

                                                                                                                                                            Die grössten Probleme bei all unseren Touren haben wir mit der Hitze. Wir starten unsere Touren stets beim ersten Morgengrauen, auch wenn wir sonst nicht zur senilen Bettflucht neigen. Im Flachland kann die Mittagshitze unerträglich werden, so dass wir bis nachmittags eine Rast einlegen. In den Tropen sind die Tage kurz. Abends um halb sieben ist es dunkel. Bis dahin sollte man eine Unterkunft gefunden haben. Die Berge sind kühler, aber es warten dafür knackige Steigungen.

 

 

Tour 1: Flughafen- Strandhotel Ranweli in Waikkal (ca.20km)

Vom Flughafen Colombo (Katunayake) zur A3 Negombo – Colombo (ca. 2 km), dort rechts abbiegen, der A 3 durch Negombo folgen. Im Ort Waikkal etwa 1,5 km hinter der Bahnlinie und 3 km hinter der Brücke nach links in die Petrol Shed Road, bis zum Ende (etwa 1km) dann rechts, noch einmal 1km, hinter der Kirche links und ein weiteres mal 1km. Dort ist das wunderschöne ECO- Hotel Ranweli. Sehr ruhig. Toll zum Ausruhen nach dem Flug. Vom Flughafen etwa 20 km. Wesentlich günstiger, wenn bereits daheim gebucht z.B. bei Meiers Weltreisen (www.ranweli.com).

Natürlich kann man auch in Negombo bleiben, dann sind es 5 km weniger zu fahren. Es gibt dort reichlich Unterkunftsmöglichkeiten in allen Preisklassen. Mir gefällt der Ort trotz langen Strandes aber einfach nicht.

 

Tour 2: Flughafen (oder Negombo, Waikkal) nach Kandy.

Soweit es geht immer nördlich der A1 bleiben und auf kleinen Straßen durch erst wunderschöne, grüne,  stark landwirtschaftlich genutzte Gegend, später durch sanfte Mittelgebirgslandschaft ins kulturelle Zentrum des Landes, die letzte Königsstadt Kandy, wo im Tempel des Zahnes (Temple of the Tooth) der obere linke Eckzahn von Buddha aufbewahrt wird. Das Nationalheiligtum!

In Kandy hatte ich 9 Monate lang ein Haus und noch immer viele Freunde.

Kandy, der See, der Zahntempel und die Umgebung sollten besichtigt werden.

Mein Lieblingsort der 2- stöckige Central – Market, wo Lebensmittel, Gewürze, Fleisch, Fisch aber auch Andenken und Stoffe und alles Erdenkliche verkauft wird. Vorsicht vor den freundlichen deutsch sprechenden Obstverkäufern. Sie lassen einen erst alles probieren, um dann beim eventuellen Kauf gnadenlos zuzuschlagen.

 

Nur sechs Kilometer von Kandy befindet sich Peradeniya. Der Ort ist berühmt für seine Universität und besonders für seinen botanischen Garten. Ich war schon in vielen schönsten botanischen Gärten der Welt. Dieser riesengroße Park in einer Schleife des Mahaweli Ganga, des größten Flusses der Insel ist es wirklich. Man findet tropische Pflanzen von allen Erdteilen, Seen, Gewürzpflanzen, Orchideen und auch ein nettes Restaurant. Unter dem riesigen Ficus, der eine Fläche von mehr als 2000 qm bedeckt stand ich vor Jahren mit einer wunderschönen Frau – aber das ist ein anderes Thema.

Trotzdem ein exellenter Ort für einen Heiratsantrag. Hier sagt keine/r nein!

 

Gegenüber dem Parkeingang – auch hier zahlen Ausländer wieder deutlich mehr als Einheimische – befindet sich der Campus der größten, ältesten und schönsten Universität des Landes. Hier und am an der Straße liegenden Veterinary Government Hospital habe ich einige Monate gearbeitet. Unweit des Tores Richtung Kandy auf der rechten Seite liegt das wunderschöne Rest House von Peradeniya. Ein guter Ort für einen Tee, Saft oder auch ein kaltes Bier.

 

An jedem Abend wird an zwei Orten in Kandy für die Touristen eine Kandy Culural Show aufgeführt. Zu einem solchen Touristennepp wollte ich jahrelang nicht hin. Ich habe meine Meinung geändert. Die besten Musiker und Tänzer des Landes leben in Kandy und trainieren täglich für die Perahera, das große Fest zu Ehren von Buddhas Eckzahn (meist im August). Um ihre Kasse aufzufüllen und als öffentliches Training treten sie auf „Günstig, gut, empfehlenswert.

Ein weiteres Highlight ist das altehrwürdige Queens Hotel, wo schon Hermann Hesse wohnte

Heute sind die Zimmer zu laut und zu teuer, aber einen Besuch ist es wert. Es hat auch einen Pool, den man gegen Gebühr nutzen kann.

Ein paar Häuser weiter in Richtung Zahntempel ein ähnlich altes Hotel, etwas runtergekommen, aber mit guter, authentischer Küche und eiskaltem Bier: The Old Empire Hotel.

Ein Nachtleben gibt es – wie in ganz Sri Lanka- nicht. Um sechs pulsiert das Leben um acht ist alles tot.

 

Das Klima in Kandy, was auf etwa 500 m Höhe liegt ist schon deutlich angenehmer als im Flachland.

 

Tour 3: Kandy- Nuwara Eliya

Wem es auch in Kandy noch zu warm ist, dem kann geholfen werden. Von Kandy fahren wir nach Nuwara Eliya (es wird nur von Nurelia gesprochnen). Dieser Ort war die Bergfrische der Engländer, die sich hier auf fast 1900 m Höhe ihr kleines England schafften, mit Hotels, Clubs, Golf, Forellen fischen, Jagd und einer Pferderennbahn. Ich würde die A5 des starken Verkehrs wegen meiden und statt dessen über die B 413 oder die B364 die Stadt verlassen. Sie gehen später in die B332 über und erreichen Nuwara Eliya. Hier ist es richtig ruhig. Man sollte ausnahmsweise etwas Verpflegung und Getränke mitnehmen und nicht zu spät ein Quartier suchen.

 

Die Landschaft ist überall traumhaft schön mit vielen Wasserfällen – außer am Ende der Trockenzeit. Mehr und mehr Fläche ist mit Teesträuchern bewachsen. Man passiert mehrere Teefabriken. Gegen eine geringe Gebühr können diese meist besucht werden. Die rot blühenden Bäume hier sind meine Lieblingsbäume: Tulpenbäume. Wenn man sich die Blüten betrachtet weiß man woher der Name kommt. Luftlinie sind es von Kandy nach N`Eliya nur 40 km, aber man kommt auf der Straße leicht auf das Doppelt und reichlich Höhenmeter.

 

Gerade wenn man die Berge liebt und/oder die Nase von der Hitze des Tieflandes voll hat empfiehlt sich ein Aufenthalt in Nuwara Eliya. Für Genussradler, die nicht auf den Euro achten müssen gibt es ein paar wunderschöne Hotels im altenglischen Stil: Grand Hotel, St. Andrews Hotel, (die umgebaute Teefabrik auf 2000m Höhe) The Tea Factory und der berühmte Hills Club.

Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein. Die Bedienungen laufen noch immer barfuss. An den Wänden künden noch heute Jagdtrophäen und riesige Forellen von den Heldentaten der früheren Clubmitglieder. Man findet noch das Schild: „“Locals and Animals forbidden.“

In einer Bar haben noch immer Frauen kein Zutrittsrecht. Zum Dinner hat der Herr eine Krawatte zu tragen. Sie kann allerdings ausgeliehen werden. Das Essen ist typisch englisch – also eher nicht gut – aber der Rahmen hat etwas, gerade wenn man vorher lange in einfachen Unterkünften genächtigt hat.

Diese gibt es hier natürlich auch, allerdings zu etwas höheren Preisen als sonst. Sie befinden sich hauptsächlich rund um den See. Das Zentrum ist leider etwas heruntergekommen.

Wer nicht genügend warme Kleidung für dieses Klima mitgenommen hat, dem kann geholfen werden.

Auf dem Jacket- Market, gegenüber des Central Markets im Centrum der Stadt, werden Markenartikel namhafter Hersteller (Helly Hansen, Columbia etc.), die in Sri Lanka genäht werden z.T. mit kleinen Fehlern sehr günstig verkauft. Handeln!

 

Tour 4:  Nuwara Eliya – Hakgala Botanical Garden – Horton Plains – Worlds End – Ohiya – Haputale

Nur 16 km in Richtung Badulla liegt rechts der wunderschöne Botanische Garten von Hakgala in mehr als 1600 m Höhe, der bereits 1860 gegründet wurde und viele Pflanzenarten des tropischen Bergwaldes beheimatet. Es gibt Bäume und andere Pflanzen aus der ganzen Welt und eine grosse Sammlung an Rosen.

Der zerklüftete Berg darüber spielt eine wichtige Rolle in der hinduistischen Ramayana Sage. Der Affenkönig Hanuman brachte diesen Felsen in seinem Maul vom Himalaya hierher. Ganz in der Nähe wurde auch die schöne Sita gefangen gehalten (dort ein hübscher Hindutempel). Hier fand auch der finale Kampf zwischen Sitas Ehemann Rama und dem Bösewicht Ravana statt, der Siva entführt hatte. Happy end: Rama tötete Ravana und befreit Sita!

 

Über kleine z.T. unbefestigte Wege geht es auf die in 2000 m Höhe gelegene Hochebene Horton Plains. Hier finden wir die letzten Reste des Bergnebelwaldes. Viele Tiere – auch Leoparden – wohnen in den Wäldern. Zu sehen bekommt man meist nur Hirsche. Das Highlight ist der Fußmarsch von etwa 90 min. durch diesen Hobbitwald voller Flechten und Baumfarnen, vorbei an Rhododendrenbäumen zum Worlds End. Die Erde stürzt steil ca. 1000 m in die Tiefe. Man hat eine phantastische Sicht. Nach Meinung aller Reiseführer bis zum Meer. Weder ich noch irgendjemand den ich kenne hat es allerdings jemals von dort aus gesehen. Nichts desto Trotz ist es einer der absoluten Highlights des Landes und die 12 USD Eintritt wert. Drei Tatsachen erschweren das Vorhaben allerdings. Mit dem Rad ist es wirklich anstrengend. Seit der Schließung des Farr Inn Hotels gibt es keine Unterkunft oder Verpflegung. Es gibt noch die sehr einfache Anderson Lodge jedoch normalerweise nur für Gruppen. Evtl. vor Ort erkundigen.

Ja und dann zieht es sich sehr früh zu. Meist zwischen 8.30 Uhr und 9.30 Uhr. Gerade noch strahlende Weitsicht und innerhalb von Minuten steht man in einer dicken Suppe. Also sehr früh los gehen. Hier lohnte sich evtl.ein Zelt. Es wird aber nachts verdammt kalt. Abwärts geht es auf schöner Straße nach Ohiya. Ein Ort mit wenigen dafür aber schlechten Unterkünften. Ich übernachte viel lieber im reizenden Bergort Haputale.

 

Tour 5: Haputale – Bandarawela – Ella – Wellawaya – Beragala- Haputale (A16, A23, A4)

Eine Rundtour von ca. 100 km mit reichlich Höhenmetern durch

die verschiedensten Landschaften und Vegetationszonen. Viel Reis, Tee, Bananen, Wasserfälle, Wälder und zwischenzeitlich auch mal kurz heißes Tiefland. Wer fit ist macht das auch an einem Tag, jedoch würde ich dann aber von Ella aus starten.

 

Bei Sonnenaufgang Fahrt von Haputale nach Bandarawela. Das Leben erwacht. Fröhliche Kinder in Schuluniformen grüßen uns. Die Teepflückerinnen bringen Farbe ins satte Grün der Teeplantagen. Manche rufen uns Anzüglichkeiten hinterher und alle lachen herzhaft. Wir auch!

Schön, dass wir ein wenig Spaß in ihr hartes Leben bringe. Bandarawela gehört nicht zu meinen Lieblingsorten, aber im Rest House kann man wunderbar frühstücken. Ella mauserte sich von einem winzigen Dorf zu einer touristischen, Großgemeinde. Früher konnte man billig im Rest House wohnen und die phantastische Aussicht genießen. Die Größe des Hauses explodierte fast so wie die Preise.

Es gibt aber auch reichlich günstige Guest Houses. Viele von ihnen bieten atemberaubenden Rundumblick und traumhafte Sonnenuntergänge. Als Radfahrer sind wir den Rucksackreisenden auch in der Unterkunftssuche deutlich überlegen. Wir können in kurzer Zeit mehrere Häuser in Augenschein nehmen, und es stört auch nicht, wenn die Unterkunft ein wenig vom Schuss ist. Die Preise sinken dann sofort beträchtlich.

 

Am nächsten Morgen sollte man sich dick eingepacken, denn auf dieser Höhe kann es kühl werden. Fast 1000 Höhenmeter  geht es durch sich ständig verändernde Vegetation, vorbei an etlichen Wasserfällen, in den kleinen Ort Wellawaya, wo es schon wieder richtig heiß ist. Etwa 1 km vor dem Ort befindet sich das recht neue ausnahmsweise aber auch recht hässliche Rest House. Trotzdem der beste Ort für ein Frühstück. Es kommt nichts besseres. Bis nach Beragala sind es auf der A4 etwa 1000 Höhenmeter. Zwischendurch außer den üblichen Wasserfällen und Bilderbuchlandschaften besteht auch wieder Gelegenheit die eine oder andere Teefabrik zu besichtigen. Dort riecht es von oben bis unten nach frischem Tee. Einfach köstlich.

 

Von Beragala sind es nur noch weitere 400 Höhenmeter bis Haputate. Ganz schön knackig der Tag. Wären nicht die Dieselschwaden der Busse und LKWs wäre dies die schönste Straße der ganzen Welt.

Für mich ist aber nach wie vor die Strecke von Ella nach Wellawaya meine allerliebste Laufstrecke!

 

Tour 5 und 6 starten beide in Wellawaya einem kleinen, verschlafenenen Ort im Nowhere.

 

Tour 6:  Wir folgen der A2 zur Südküste

Schon nach 5 km befinden sich die sieben aus solidem Fels gemeisselten wunderschönen Statuen von Buduruwagala. Mit über 15m Höhe gelten sie nach der Zerstörung der Bamiyan Statuen in Afghanistan durch die Taliban als die grössten der Welt. Entstanden sind sie wahrscheinlich im 8.-10. Jahrhundert.  

Erstmals  führte mich ein Junge durch den Busch hierhin, und ich war als einziger Gast hier an diesem mystischen Ort. Heute führt eine gute Straße dorthin. Man sollte früh dort sein um nicht von mehreren Busladungen eingekesselt zu werden. Die Strecke bis zur Südküste ist topfeben, heiß und etwas öde. Ich verdenke es niemandem, sein Rad zu verladen und den Bus zu nehmen.

Wenn man beabsichtigt, den größten und schönsten Nationalpark der Insel,den Yala Nationalpark zu besuchen, fährt man bis Tissamaharama. Von Tissa werden Jeeptouren durch den Park von etlichen Veranstaltern angeboten. Nicht ganz billig, aber okay. Wer in Afrika in Nationalparks war, ist wohl enttäuscht. Meist können ein paar Elefanten, Büffel, Hirsche, Warzenschweine, Krokodile und viele Vogelarten beobachtet werden.

In der Nähe, in der Stadt Kataragama, befindet sich wohl das wichtigste Hinduheiligtum der Insel. Im Juli/ August findet hier ein grosses religiöses Fest statt. (www.kataragama.org)

 

Wenn der Strand allerdings bereits zu laut ruft, fährt man bis Hambantota. Diese Stadt ist bekannt für den besten (Büffel-) Joghurt des Landes. Er wird überall am Straßenrand verkauft. Parallel zum Meer geht es durch noch immer heißes, steppenartiges Land, vorbei an Salinen nach Tangalle. Wenige Kilometer vor Tangalle ändert sich schlagartig wieder die Vegetation. Tangalle ist schon wieder grün, tropisch feucht.

Ein wunderschöner kilometerlanger Strand ist östlich des Ortes. Wer am Busbahnhof ankommt, ist ein wenig zu weit gefahren. Westlich des Ortes sind einige größere Hotels an felsigen Buchten. Im Osten befinden sich nur kleine Guest Houses und himmlische Ruhe.

Tangalle ist mein Lieblingsstrandort.

 

Von Tangalle der A2 folgend fahren wir die ganze Zeit in der Nähe des Meeres, z.T. direkt am Meer entlang. Bis Hikkaduwa sind hier die schönsten Strandabschnitte der ganzen Südwestküste, wenn nicht von ganz Sri Lanka. Am Dondra Head sind wir dem Äquator am nächsten. Dies ist der südlichste Punkt des Landes. In der Nähe befinden sich so genannte Blow Holes. Bei Brandung werden Fontänen durch Höhlen viele Meter in die Luft geschleudert.

Vor Weligama befindet sich nur wenige Meter vor dem Strand die bewohnte Märcheninsel Taprobane.

Vor Koggala sitzen die berühmten Stelzenfischer stundenlang auf Pfählen in der Brandung, um ein paar kleine Fische zu fangen. Die Fotografen freuen sich.

Kurz vor Galle der kleine Strand von Unawatuna, ein anderer meiner Lieblingsplätze. Ich kenne ihn noch ohne Hotels und Buden. Er wurde früher als einer der zehn schönsten Strände der Welt gewählt und ist noch immer traumhaft schön. Hier und in Hikkaduwa findet so etwas ähnliches wie ein Nachtleben statt. Man kann auch mal etwas länger in kleinen Bars direkt am Strand feiern, und ab und an spielt eine Reggae Band. Der Hotelmanager des Unawatuna Beach Ressorts ist mein Freund Vinodh de Silva. Liebe Grüße! Von 17 – 19.00 Uhr gibt es zur Happy Hour Cocktails zum halben Preis.

Wenige Kilometer weiter erreichen wir die Stadt Galle. Das Fort wurde von den Portugiesen gebaut und von Holländern und Engländern ausgebaut. Ein Weltkulturerbe. Zu Recht! Und es wird nicht alles schlechter. Hier wurde in den letzten Jahren viel für den Erhalt getan.

Hier kann man gut einen Tag verbringen. Es gibt einige gute bis mondäne Hotels. Man kann aber auch bei meinem Freund Naman Gunawardena wohnen. Er hat ein kleines Guest House und Restaurant, meine frühere Nachbarin zur Frau, spricht gut deutsch und kann viel erklären, Touren organisieren und bei Schwierigkeiten helfen (www.seagreen-guesthouse.com ; Tel. +94-(0)912242754).

 

Etwa 20 km weiter ein weiteres bekanntes Strandressort. Hikkaduwa. Die wenigen Touristen verlieren sich am etwa 5 km langen Beach. Reichlich Hotels, Tauchschulen, Guest Houses, Restaurants und Bars.

Hinter Hikkaduwa wird mir der Verkehr zu heftig. Zurück zum Flughafen? Entweder mit dem öffentlichen Bus oder für ca. 60,-€ mit privatem Kleinbus. Naman fragen!

 

Tour 7: Wellawaya – Arugam Bay und dann entlang der wenig erschlossenen Ostküste auf schlechten Straßen, unterbrochen von etlichen Fähren nach Batticaloa und Trincomalee bis Nilaveli.

Diese Tour wird leicht eine Tortur! Sie ist nur etwas für erfahrene Abenteurer. Zelt, Verpflegung, viel Zeit und noch mehr Getränke sollten mitgenommen bzw. eingeplant werden. Ich bin sie vor dem Bürgerkrieg gefahren. Vorher sollte man sich unbedingt über die Machbarkeit erkundigen.

Arugam Bay mit dem Hauptdorf Pottuvil ist Südsee pur, ist bei den Surfern bekannt für die besten Wellen der Inseln. Eine gute Seite www.arugambay.com

Die schönsten Strände der Ostküste sind Kalkudah und Passikudah Bay nördlich von Batticaloa, sowie Nilaveli nördlich von Trincomalee. Wenn es friedlich bleibt, boomt hier bald wieder der Tourismus. Erste Schritte sind getan.

 

 

Allgemeine Informationen:

www.info-lanka.com

www.lanka.net

www.srilanka-botschaft.de

www.srilankatavel.de

www.priu.gov.lk

Fremdenverkehrsamt von Sri Lanka: 089- 236621838; 23662139

News Plus c/o Sri Lanka Tourism Promotion Bureau

Sonnenstr.9; 80331 München

 

   

zurück

 

Copyright © 2010 Dr. Uwe Ellger. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 09.06.2010